Früher als ich noch dem ganzen Diätwahnsinn verfallen war, habe ich oft gedacht, dass es ja sowieso immer nur die anderen schaffen. Alle packen ihre Ziele, nur ich nicht… Damals hätte ich nie gedacht, dass ich einen Ernährungs- und Fitnessplan tatsächlich einmal konsequent durchziehen würde. Als es dann doch endlich soweit war, wurde ich häufig gefragt, wie ich das schaffe. Und bevor ich in diesem Blogbereich darauf genauer eingehe, was, wie und warum ich so esse wie ich jetzt esse, möchte ich euch zum Start in diesem Beitrag einen meiner Schlüssel zum Erfolg vorstellen: Gönn dir mal was! Zu wissen, das theoretisch gar nichts verboten ist, hält mich bei der Stange, meine Ernährung dauerhaft überwiegend gesund zu gestalten. Bei einer klassischen Diät sieht das oft anders aus. Hier lauten die Devisen unter anderem „Iss ja kein Obst mehr. Der Fruchtzucker ist schlecht für dich!“ oder „Um Himmelswillen Kohlenhydrate gehen ja gar nicht. Lass es lieber damit und trink schön 24/7 deine Proteinshakes.“. Solchen Ansagen kehre ich mittlerweile ganz lässig den Rücken, während ich mir ab und zu ganz genüsslich ein Snickers reinschiebe. 😉

Eins vorab: Qualität statt Quantität – Heute vs. Früher

„Ach, komm schon Sandy, gönne dir doch mal was!“, das dachte ich mir früher irgendwie andauernd – zumindest außerhalb meiner zahlreichen Diätversuche. Nach der Arbeit, am Wochenende, beim Serienmarathon. Fertig mit Wohnung putzen? Jetzt kann ich mir erstmal was gönnen. 😉 Ich verwechselte gönnen mit dauerhaftem „Herumfressen“. 

Mittlerweile ist ja eh alles irgendwie anders. Ich esse weitgehend zucker- sowie weizenfrei und verzichte so gut es geht auf Geschmacksverstärker & Co., aber trotzdem gönne ich mir hin und wieder einfach mal etwas, das außerhalb meines Ernährungsplans liegt. Anders als früher wähle ich meine „Cheats“ aber ganz bewusst aus. Einen festen Rhythmus habe ich dafür nicht.

Warum das Ganze?

Abends vorm Fernseher eine Pizza vom Lieferdienst verdrücken? Das würde für mich aufgrund meiner aktuellen Ernährungsweise theoretisch nicht gehen. Das hat, abgesehen davon, dass ich abends keine Kohlenhydrate esse, verschiedene Gründe:

  • Der Pizzaboden wurde wahrscheinlich aus Weizenmehl hergestellt.
  • Die Tomatensoße enthält vermutlich Zucker.
  • Die Käseschicht ist viel dicker als sie wäre, wenn ich die Pizza selbst belegen würde.

Aber weißt du was, heute vor einer Woche saßen Marcus und ich mit einer fetten Pizza abends vorm Fernseher und haben eine Folge „Life in Pieces“ nach der anderen geguckt.

So sehr ich meine jetzige Ernährungsweise liebe, so gerne möchte ich aber auch einfach mal frei davon sein können und gönne mir einfach Abende wie diesen. Schlechtes Gewissen habe ich dabei nicht, da ich weiß, dass ich mich sonst für meine Begriffe gesund ernähre und fünfmal die Sport treibe. Hin und wieder ist es auch ganz schön, mal nicht an die Zusammensetzung seines Essens zu denken. 😉

Die ganze Zeit im Verzicht zu leben provoziert nur, dass du irgendwann keine Lust mehr auf deinen Ernährungsplan hast und der Heißhunger immer größer wird. Damit sind Niederlage und Fressattacken quasi vorprogrammiert. Genau deshalb lebe ich nicht 24/7 nach unserem Ernährungsplan bzw. würde ich eher sagen, dass Gönnen ein Teil des Plans ist, der mir hilft, dauerhaft am Ball zu bleiben. Umso mehr freue ich mich, danach auch wieder auf mein gesundes Essen. Ich weiß zum Beispiel noch wie sehnsüchtig wir nach unserem Schlemmer-Italienurlaub auf unsere selbst gebackenen Brötchen und Co. gewartet haben.

Abgesehen davon, würde ich mir jetzt vornehmen nie wieder Schokolade zu essen, würde ich das (wahrscheinlich) sowieso nicht durchhalten. Dafür liebe ich die Schokolade von Kinder viel zu sehr. Bald ist übrigens Nikolaus. Bei Marcus und mir ist es seit vielen Jahren Tradition, dass wir uns gegenseitig den Weihnachtsmann von Kinder schenken.

Was ist dein Lieblingscheat? Wie stehst du zu dem Thema?

Wundervolle Grüße

Sandy

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