Mein erster Gipfel und ich – Kampenwandaufstieg

Wenn Freiheit zum Greifen nah ist…

Hallo liebe Leute,

heute wird’s in der „Not-only-Salad-Welt“ einfach mal so richtig schön kitschig und theatralisch. 😀 Letztes Wochenende hätte ich im wahrsten Sinne des Wortes vor Freude heulen können. Ich, die sonst in ihren Blogbeiträgen ewig keinen Punkt und kein Komma findet und sich stundenlang alles von der Seele schreiben könnte, ohne aufzuhören, ist heute irgendwie sprachlos. Sprachlos vor Glück. Sprachlos, weil mir am Wochenende das pure Gefühl von Freiheit um die Nase wehte. Ich einfach so sehr wie bisher selten, wenn nicht so sogar noch nie, über meine eigenen (Fitness-)Grenzen hinausgewachsen bin und Angst einfach keine Rolle spielte. Wer mich kennt, weiß, dass ich sonst „manchmal oft“ eine große Angsthäsin bin. 😉

Meine „Momente-fürs-Leben-Werkstatt“ wächst

Es war geschafft: Nach insgesamt 4 Stunden stand ich da oben, hoch oben auf der Spitze der Kampenwand. Hinter mir ragte das gewaltige Gipfelkreuz empor, zu meinen Füßen lag der malerische Chiemsee. Der Moment war fantastisch: ich hatte meinen ersten Gipfel bezwungen. Von ganz unten nach ganz oben, aus eigener Kraft, ohne Seilbahn (wie sonst), ohne großartige Pause. Der Weg von Aschau bis zur Steinlingalm war anstrengend, da es eigentlich die ganze Zeit relativ steil nach oben ging (ein hervorragendes Wadentraining ;-)), aber alles, was dann kam, war krass und einfach gewaltig. Mit normalem Wandern hatte das unserer Meinung nach nur noch wenig zu tun. Von jetzt an hieß es, Bergsteigen, wie du auch auf dem Titelbild dieses Beitrags sehen kannst. Dass es so steil zugeht, wussten wir übrigens nicht, als wir unten starteten. Wir gingen von einem normalen Wanderweg aus…

Sport schenkt mir mehr Flexibilität

Was für erfahrene Bergwanderer wahrscheinlich ein Klacks ist, ist für mich so ein unglaubliches Erfolgserlebnis und Sinnbild dessen, wie sehr sich mein Leben verändert hat. Vor nicht allzu langer Zeit wären Marcus und ich nie auf die Idee gekommen, den Weg bis zur Steinlingalm komplett zu Fuß zu absolvieren und schon gar nicht, von da aus, zum Gipfel hinaufzuklettern. Ich bin stolz auf mich, dass ich es gemeistert habe. Warum ich das hier teile: ich möchte motivieren, über die eigenen Grenzen hinauszuwachsen. Wenn ich das schaffe, schaffen das auch andere. Dieser Tag hat mir nochmal verdeutlicht, welche groß(artige) Rolle Sport mittlerweile in meinem Leben eingenommen hat. Ja, Sport ist nicht immer die erste Beschäftigungs-Wahl und nervt manchmal ganz schön, aber durch ihn habe ich so viel Flexibilität und Freiheit im Leben gewonnen – untrainiert hätte ich den Gipfel sicher nicht bestiegen. Ein Gewinn, den ich am letzten Samstag definitiv so deutlich wie bisher noch nie gespürt habe.

All das motiviert mich so ungemein, weiter am Ball zu bleiben und mir immer mehr tolle Dinge im Leben erschließen zu können und einfach Erinnerungen zu schaffen oder wie ich immer gerne sage, meine Momente-Werkstatt weiter am laufen zu halten. Immerhin lebe ich nur einmal und für mich steht definitiv fest, dass ich, wenn ich irgendwann als Oma-Sandy im Schaukelstuhl sitze, auf  viele megamäßig grandiose Erinnerungen zurückblicken möchte. All das mag super theatralisch klingen, ich weiß, und vielleicht auch übertrieben, aber der Tag motiviert mich so sehr wie bisher nichts, mit dem Training weiterzumachen und das wollte ich hier in meiner kleinen Gedankenwelt einfach mit euch teilen. 

Was mich sonst noch so zum Sport motiviert, kannst du übrigens in meinem Beitrag über „Wie motiviere ich mich zum Sport?“ nachlesen. 

Ich habe für meinen Teil auf jeden Fall noch mehr Outdoor-Luft als bisher eh schon geschnuppert. Das wird nicht mein letzter Berg gewesen sein. Jetzt geht es erst so richtig los! Falls du auch loslegen möchtest, kann ich dir auf jeden Fall empfehlen, „richtige“ Wanderschuhe zu kaufen. Das macht sich auf dem gesamten Trip einfach mehr als bezahlt und gibt dir richtigen Halt, wenn es mal brenzlig wird.

Hier findest du übrigens tolle Informationen, falls du auch Interesse an einer Tour zur Kampenwand hast. 🙂

Motivierte Grüße
Sandy

PS: Neben purer Action fand ich auch besonders die friedliche Natur einfach unglaublich toll, um einfach mal den Alltagsstress hinter sich zu lassen. An diesem Tag gab es einfach nur Marcus, mich und die Natur. 🙂

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